Wohin geht die Reise mit den AIFs?

06. Februar 2017

Neues aus dem Bereich Beteiligungen & AIF

Drei Jahre sind vergangen, seitdem das Kapitalanlagegesetzbuch (KAGB) in Kraft getreten ist. Die Emittenten und Anbieter von Sachwertinvestment-Angeboten haben mittlerweile die von Aufsichtsbehörden und Gesetzgeber aufgestellten regulatorischen Anforderungen gestemmt. Dadurch hat die Branche die Produktqualität deutlich gesteigert. Vor wenigen Jahren wäre ein solcher Standard noch nicht denkbar gewesen.

Image bleibt schlecht 

Leider kann man jedoch bis heute nicht feststellen, dass sich der Ruf der Branche signifikant gebessert hätte. Mit Ausnahme der klassischen deutschen Immobilienfonds und der Anlageklasse Immobilien international (vornehmlich USA), die laut Erhebung von „kapital-markt intern“ mit rund zwei Dritteln des platzierten Eigenkapitals 2015 an der Spitze lagen, kommt die Beteiligungsbranche einfach nicht in Fahrt.

Tatsächlich ist die Tendenz sogar eher stagnierend als steigend. Im August 2016 befanden sich 40 Publikums-AIFs mit einem zu platzierenden Eigenkapital von rund zwei Milliarden Euro in der Platzierung. Nur zwölf Publikums-AIFs sind im ersten Halbjahr 2016 lanciert worden. Rund 60 Prozent hiervon befinden sich bereits seit über einem Jahr in der Platzierung.

Wenige Zulassungen, langsame Vertriebskanäle

Zum einen mag dies an der BaFin liegen, die für die Zulassung neuer AIFs einige Zeit benötigt. Zum anderen spielt auch die geringe Anzahl von Neuemissionen der Anbieter und die damit verbundene eher langsame Absatzgeschwindigkeit von freien Vertrieben, Banken und sonstigen Vertriebswegen eine Rolle.

Entgegen den nackten Zahlen verbreiten die Branchenteilnehmer jedoch zurzeit wieder stärkeren Optimismus, was die Zukunft der Sachwertbranche angeht. Neben der erfolgreichen Umsetzung regulatorischer Anforderungen schreitet auch die Transparenz der Branche weiterhin deutlich voran: Handelnde Personen wie Geschäftsführer, Risiko- und Asset-Manager werden mittlerweile benannt, Jahresabschlüsse und Lageberichte der Kapitalverwaltungsgesellschaften (KVGen) und der alternativen Investmentfonds (AIFs) werden veröffentlicht – um an dieser Stelle nur einige der positiven Entwicklungen aufzuführen.

Transparenz nicht überall 

Dementgegen halten sich Anbieter von Beteiligungen nach dem Vermögensanlagengesetz (VermAnlG) weiterhin mit detaillierten Informationen überwiegend bedeckt. Eine stärkere Abgrenzung qualitativ hochwertiger und voll regulierter Anlagen unter dem KAGB (AIFs) auf der einen Seite und größtenteils intransparenter Vermögensanlagen wie Direktinvestments, Nachrangdarlehen und Genussrechte auf der anderen Seite scheint hier durchaus angebracht zu sein.

Welche Faktoren sprechen noch für eine optimistische Zukunftsperspektive? Private Investoren haben aufgrund der Zinsentwicklung und Produktivitätskennziffern zunehmend Kapitalanlagebedarf. Die Volatilität der Börsen nimmt jedoch nicht ab. Die anhaltende Niedrigzinspolitik der Zentralbanken macht es den Anlegern weiterhin nahezu unmöglich, außerhalb unternehmerisch geprägter Anlagen adäquate Renditen zum Vermögensaufbau zu erzielen. Aus diesem Grund rücken Beteiligungen zwar langsam, aber verstärkt in den Fokus von Anlegern, Beratern und Vermittlern. Die Anbieter reagieren darauf: Eine Reihe neuer Angebote befindet sich bereits in der Umsetzung oder zumindest kurz davor. Der Marktausblick des Bundesverbands Sachwerte und Investmentvermögen fiel verhalten positiv aus.

Marktausblick 2016: Wie wird sich der Markt für Anbieter und Produkte entwickeln?


Marktausblick 2016: Wie wird sich der Markt für einzelne Vehikel entwickeln?


Marktausblick 2016: In welche Anlage planen Sie im Rahmen geschl. AIFs zu investieren?Ihr Ansprechpartner 

Mirko Schmidtner
Prokurist | Leiter Beteiligungen & AIF
Telefon: 040 82 22 67-361
E-Mail: mschmidtner@netfonds.de


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